Dienstag, 14. Mai 2013

Gib Gummi







Es gibt Materialien, die rufen förmlich "Mach was aus mir!".
Als ich nach Ostern ein paar aufgebrauchte Rollen Geschenkband hatte, hörte ich es wieder ganz genau. 

Die Teile liegen so gut in der Hand und beim Hin- und Herschieben, Stapeln, Drehen und Wenden entstand ein Turm. In diesen Turm passte haargenau ein schlichtes Wasserglas von IKEA.  Es war also klar: das wird eine Vase oder Kerzenhalter. 



Ich hatte erst keine zündende Idee, wie ich die leeren Rollen farblich gestalten soll. Streichen? Masking Tape? Stoffstreifen?

Am Upcyclingdienstag sah ich dann bei Bibi King dieses Glas mit Gummibändern und wusste, dass das die Lösung ist.



Im Drogeriemarkt kaufte ich zwei Tütchen Gummis für 1 €. Sie wurden nach Farben sortiert und um die Rollen und das Glas gespannt.  Rollen miteinander verkleben, Glas rein - fertig.




Das Schöne an dieser Sache ist, dass ich die Gummis noch anderweitig verwenden kann, wenn ich mal keine Lust mehr auf dieses Teil habe. 

Gummibänder scheinen mir Potential für viele Basteleien zu haben.  Mal sehen, was sich da noch so ergibt.

Apropos Basteln: es ist heute natürlich Upcycling-Dienstag bei Nina und Creadienstag bei Anke. Und ich freue mich, dass ich wieder dabei bin.














Samstag, 11. Mai 2013

In Heaven


Wir waren Anfang Mai für ein paar Tage auf dem Alpacahof "Zwei Eichen" in der Nähe von Zerbst im schönen Sachsen-Anhalt. 
Ruhe, Natur, Sonnenschein - was will man mehr! Morgen zeige ich Euch noch ein paar Bilder von den charmanten und flauschigen Bewohnern des Hofs.

Heute zeige ich schon mal die Störche, die direkt neben dem Hof brüten. Die ganzen Tage konnten wir beobachten, wie Vater Storch seine brütende Frau versorgt und das Nest geputz hat und immer in der Nähe war.  
Wunderschöne stolze Vögel! Wenn so ein Storch durch den Himmel fliegt sieht das sehr beeindruckend aus. An diesem Tag flog Vater Storch leider nicht los. Argwöhnisch beobachtete er, was ich da mit meiner Kamera mache. Und so verabschiedete ich mich und hoffe darauf, dass wir im Sommer die kleinen Störche sehen werden.

Noch mehr Himmelsansichten gibt es heute wieder bei Katja unserer Raumfee.






Donnerstag, 9. Mai 2013

... Ich bin dein Vater! ...







Filmzitate neu interpretiert - aus gegebenem Anlass sozusagen.

  Vatertag wird von vielen als feucht-fröhliches Spektakel unter Jungs gefeiert.
Meine beiden Jungs bleiben heute allerdings zu Hause und wir machen es uns nett mit Spargel und Spagetti-Eis.

Ich wollte aber für eine angemessene Bekleidung sorgen und habe eines der Projekte umgesetzt, das schon länger auf meiner Liste steht:  Stoff bemalen mit Freezer-Papier.

Im April hatte ich auf Cheris Blog "I Am Momma - Hear Me Roar" ein tolles Shirt mit den altbekannten Filmfiguren in der Lego-Version entdeckt. Freundlicherweise hat sie auch gleich die Vorlage zur Verfügung gestellt, so dass einer kurzfristigen Umsetzung nichts mehr im Wege stand.

Meine beiden fühlen sich im Partnerlook richtig wohl! 

Falls Ihr auch Lust habt, Freezer-Paper mal auszuprobieren, zeige ich Euch hier, wie ich es gemacht habe:

Für den Partner-Look braucht Ihr zwei Shirts in ähnlicher Farbe. Die Vorlage von Cheri habe ich ausgedruckt und auf dem Kopierer auf 200 % vergrößert. Das ist die Vorlage für das Kindershirt.
Diese kleine Vorlage habe ich noch einmal auf 140 % vergrößert und kopiert. Das ist die Vorlage für das Papa-Shirt.




Um das Muster auf den Stoff zu übertragen, braucht man Freezer-Paper. Das gibt es z. B.  im großen, allseits bekannten Versandhaus. Ich habe meines auf dem holländischen Stoffmakt gekauft (1 Rolle mit 9 Metern für ca. 10 €). Sicherlich führen auch Bastelgeschäfte mittlerweile dieses Papier. Es sieht aus wie Butterbrotpapier - ist aber auf einer Seite mit einer Plastikfolie beschichtet. 
Es wird häufig an Fleischerei-Theken zum Einwickeln benutzt. Vielleicht könnte man da mal freundlich fragen?



Das Freezer-Paper eignet sich gut, um die Motive abzupausen - auf die Papierseite natürlich.



Dann werden die Motive vorsichtig ausgeschnitten. Ich habe eine kleine Schere genommen. Häufig wird aber auch ein Cutter empfohlen.



So entsteht eine Schablone, die auf dem Stoff ausgerichtet werden kann und zwar mit der Plastikseite nach unten auf den Stoff.



Wenn das Motiv an der richtigen Stelle liegt, wird es mit dem Bügeleisen (Baumwollstufe) fixiert. Keine Sorge: es stinkt nicht, das Papier hält das aus und die Plastikfolie schmilzt gerade so, dass sie auf dem Stoff aufklebt aber nicht in den Stoff hinein verklebt.  Die Klebestärke ist so ähnlich wie die von Masking-Tape auf Stoff.


Um die Rückseite des Shirts vor der Farbe zu schützen, habe ich noch eine Plastiktüte hineingeschoben.



Dann kann die Farbe vorbereitet werden: gut umrühren!


Ich habe die Farbe vorsichtig von den Rändern nach innen aufgetragen. Meine Angst, dass etwas unter dem Rand des Papiers verlaufen könnte, war aber unbegründet.



Natürlich konnte ich nicht abwarten, bis die Farbe getrocknet war. Ich habe die Folie gleich vorsichtig abgezogen und war entzückt. Alle Kanten waren ganz sauber mit Farbe ausgefüllt.




Die Farbe, die ich verwendet habe, musste nun 6 Stunden trocknen. Das ist aber sicherlich abhängig vom Fabrikat. 



Heute Morgen habe ich die Motive dann mit dem Bügeleisen für 5 Minuten auf höchster Stufe fixiert. 

Mein Fazit: 
Das wird der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! 
Dieses Papier ist toll und auf Cheris Blog finden sich so viele Anregungen und Vorlagen (nicht nur für Jungs ;-)). Die Kinder können damit sogar selber ihre Shirts designen. 
Und es ist optimal für alle, die keine Shirts nähen möchten. Ein einfaches, gekauftes Shirt ist fix in ein ganz besonderes Unikat verwandelt.
Und für alle, die ihre Shirts selber nähen: endlich kommen mal die langweiligeren Uni-Stoffe unter die Nadel und  habe die Chance, Lieblingsstücke zu werden.




Dienstag, 7. Mai 2013

Was zu tun ist ...





Ich bin nicht gut organisiert.
Und ich habe einen Hang zur Prokrastination.
Das bringt mir immer wieder Probleme.

Mein Mann schlägt mir deswegen schon seit Jahren vor: "Schreib`dir doch Listen, die du abarbeiten kannst."  Das ist eigentlich keine schlechte Idee, aber oft genug lasse ich mich schon auf der Suche nach einem Zettel für die Liste wieder von anderen Dingen ablenken.

Dann hatte ich den Einfall, dass ich mir einfach ein paar Listen auf Vorrat mache. Und wenn mal wieder das Chaos seinen Lauf nimmt, bin ich vorbereitet.

HA!








Aus einer ausrangierten Mappe mit Ringbucheinsatz habe ich das Metallteil ausgeschnitten. Dazu kamen vom kaum genutzten Kalender 2012 die leeren Seiten, die ich halbiert und gelocht habe.

Zur Verstärkung der Rückseite wurde ein passendes Stück Wellpappe zugeschnitten.




Das Sahnehäubchen ist natürlich mein schöner Listenstempel, den ich mir vor einiger Zeit bei bastisRIKE gekauft habe. Damit kann man praktisch jede Art von Papier in eine Liste verarbeiteten.
Freundlich aber mit einem gewissen Nachdruck mahnt er die Erledigung des Notwendigen an.

Ich habe damit jedes Blatt meines Zettelblocks bestempelt.

Mein Block ist abreißbar und man kann ihn natürlich auch aufhängen.



Ich bin zufrieden mit meinem kleinen Helfer und hoffe, dass er tatsächlich etwas mehr Struktur und Ordnung in mein Leben bringt.

Vorher bringe ich ihn aber noch zum Upcyclingdienstag und  zum Creadienstag.

Ich habe die leise Vermutung, dass es da draußen noch andere Menschen gibt, die ein bisschen Motivation beim Organisieren gebrauchen könnten.




Mittwoch, 1. Mai 2013

12tel Blick im April



Einen schönen 1. Mai wünsche ich Euch!

Der April ist zu Ende. Was für ein Monat! Die Natur ist wie im Zeitraffer aus ihrem langen Winterschlaf erwacht. Man konnte praktisch zuschauen, wie sich Grün um Grün aus Erde und Zweigen schob.  Jeden Tag kamen neue Blüten. 



Für mich und meinen Garten bedeute dies eine Menge Arbeit. Das was ich sonst ab Ende Februar ganz gemütlich und nebenbei erledigen konnte, musste diesmal in 2 -3 Wochen geschafft werden. Egal. Hauptsache endlich Frühling!
Gestern habe ich noch vertikutiert und damit die ganz groben Arbeiten abgeschlossen. Jetzt kann ich mein kleines Reich genießen.




Der 12tel Blick bei Tabea fällt daher auch schon richtig grün aus. Man sieht dem Rasen an, dass er gestern vertikutiert wurde, im Hintergrund links blüht die Kupferfelsenbirne in weiß, natürlich gibt es gelbe Forsythie.




Dienstag, 30. April 2013

Endziffern 1 - 6





Da gehe ich eines Tages nach Feierabend zu den Fahrradständern und werfe im Vorübergehen einen Blick auf die Sperrmüllecke. Kaputte Schreibtische und Bürostühle stehen dort üblicherweise. Nichts Spannendes. Aber diesmal sah ich zwei Holzkästen dort stehen - zwei ausrangierte Karteikästen.

Endziffern 7 - 0 waren leider schon vom Regen völlig verzogen. Aber die Kiste für die Endziffern 1 - 6 war in Ordnung und wanderte rasch in meine Tasche



Zu Hause bekam sie ein warmes Bad, ein Peeling mit Schmirgelpapier und ein bisschen weiße Lasur.  Für eine interessantere Optik wurde anschließend noch mal mit Schmirgelpapier nachgeschliffen. Zum Schluss noch ein bisschen Kawaii-Tape herumgeklebt und fertig ist mein neues Universal-Aufbewahrungskästchen-Tablett. 

Und schon als ich die kleine Kiste einpackte, wusste ich wofür ich sie benutzen würde. Es ist die Aufbewahrung für mein Hexagon- Projekt zu "Ein Jahr - eine Decke".  

Aber vorher darf sie natürlich noch zu Nina und dem Upcycling-Dienstag und Anke und dem Creadienstag.



Heute treffen sich alle Teilnehmer von "Ein Jahr - eine Decke" bei Steffi zum monatlichen Zwischenbericht und ich bin gespannt, wie sich die Projekte der anderen entwickelt haben. 

Ich bin  mit etwas Verspätung in diese Aktion gestartet, daher kann ich nicht wirklich viel vorweisen.  Und ich habe den Anspruch, im Rahmen dieser Aktion richtig Ordnung in meine ganzen Stoffreste zu bekommen.




Ich hatte ja schon gezeigt, dass ich alles nach Farben sortiert habe.  Farbe für Farbe arbeite ich mich nun voran: erst werden aus jedem Stoff maximal zwei Hexagons zugeschnitten. Ist der Rest ca. 50 x 50 cm wird er gebügelt und zusammengelegt und kommt wieder in den Schrank. Ist er kleiner, schneide ich daraus Quadrate in 5 ''. Aus den kleineren Resten schneide ich Rechtecke. Und die Reste, die dann noch übrig sind kommen tatsächlich in die Mülltonne. 



Die kleinen Rechtecke vernähe ich dann auch gleich zu Stoffstücken von 35 x 35 cm.  Wichtig: die Außenkante versäubern, weil sonst die vielen kleinen Nähte am Rand aufgehen.  

Diese Stoffstücke warten darauf,  weiter verarbeitet zu werden und die 5 '' Quadrate auch.  Irgendwann mal...





Mein Zwischenergebnis sieht so aus:

65 Hexagons geheftet
ca.  60 Hexagons zugeschnitten

außerdem:
28 Quadrate in 5 ''
2  Stoffstücke 35 x 35 cm

Aktuell bereite ich noch eine größere Menge Hexagons zum Heften vor, weil wir im Mai ein paar Tage in den Urlaub fahren. Da möchte ich gern etwas handarbeiten.  

Ich habe ausgerechnet, dass ich für meine Decke ca. 1200 Hexagons brauche.  Ja, wirklich so viele. Ich habe mehrfach nachgerechnet. Es beschleichen mich Zweifel
, ob da ein Jahr reicht. Aber wie ich gesehen habe, bin ich nicht die Einzige mit solch einem größenwahnsinnigen anspruchsvollen Projekt. Der Weg ist das Ziel, oder Mädels?!

Steffi hat zu jedem Zwischenbericht ein paar Fragen:  
Stoffreste erzählen oft Geschichten, tragen oft Erinnerungen. Was vernäht Ihr da eigentlich? Sind das Reste vom Lieblingsrock, vom Brautkleid, von der ersten Babyhose, vom Vorhang im Wohnzimmer, von Omas alter Bettwäsche oder von der missglückten Tasche?

Die Stoffe haben sich bei mir einfach angesammelt. Ich bin schon länger verrückt nach Stoffresten, habe welche bei Ebay ersteigert, im Hobbyschneiderinnen-Forum habe ich mal eine wunderbare Kiste gekauft,  meine nähende Schwester hat mir schon welche gegeben, im Amerika bestelle ich mir hin und wieder zur Belohnung ein paar Fat Quarter und einige nette Stückchen sind von lieben Bloggerinnen bei mir angekommen.  
Also eine bunte Mischung mit unterschiedlicher Herkunft - aber ohne Nostalgie und besonderen Erinnerungswert. Aber wer weiß? Auf der Suche nach farblich passenden Stoffen plündere ich vielleicht doch noch unsere Kleiderschränke :-)




 

Dienstag, 23. April 2013

Weiter geht`s!






Letzten Freitag hatte ich das Doodling für mich entdeckt. Und nach getaner Gartenarbeit saß ich am Wochenende  abends mit meinem Porzellan-Stift  auf dem Sofa und doodelte so vor mich hin.

Ich kann es nur wiederholen: es ist eine sehr entspannende Beschäftigung.

Zwei weiße Tassen hatte ich mal gekauft, um sie zu bemalen. Die beiden waren als Erste an der Reihe. Das größte Problem beim Zeichnen war der Stift: der Farbauftrag ist teilweise unregelmäßig. Mal kam ein dicker Tropfen - dann war die Farbe wieder sehr schwach.  Das Gute an dieser Farbe ist aber, dass man sie sie einfach wegwischen kann, egal ob gekleckert oder vermalt.

Kleiner Tip: Falls Ihr Euch nicht traut, gleich auf Porzellan zu zeichnen, nehmt doch einfach einen Stift und kritzelt einen Bogen Papier voll. Zur Inspiration auch mal bei Google nach "Doodling art" und ähnlichen Begriffen suchen - da gibt es so tolle Sachen zu bestaunen.

Jetzt trocknen die Becher noch an der Luft und kommen dann in den Ofen. Ich möchte mir diesmal sicher sein, dass die Farbe wirklich  hält.  Denn dass die Porzellanstifte trotz Versprechen auf der Verpackung auch nach 5 Tagen Trocknung nicht wasserfest sind, hatte ich bei unserem Kindergeburtstag schon erfahren müssen.

Da heute Dienstag ist, doodele ich jetzt mit meinen beiden Tassen zu Anke und dem Creadienstag rüber.





Nach den Tassen  probierte ich mich noch an einem alten Kännchen, das ich gerne als Vase für einzelne Rosenblüten nehme. (Auf der Collage seht Ihr ein "Vorher" Foto.) Um die vorhandenen Blumen kamen noch ein paar Kringel und Punkte. Mir gefällt der neue Look.
Da werde ich bestimmt noch ein paar andere alte Teile im Laufe der Zeit aufhübschen.  Vorher wird aber auch dieses Kännchen nach dem Trocknen der Farbe in den Ofen zum Einbrennen geschickt.

Das Kännchen ist heute mein Beitrag zum Upcycling-Dienstag